Die Reservation per Telefon stirbt aus. Über 70% der Gäste schauen sich ein Restaurant zuerst online an, bevor sie einen Tisch buchen. Und wenn Ihre Website aussieht wie 2015 — oder gar nicht existiert — gehen die Gäste zum Italiener nebenan.

Klingt hart? Ist aber Realität. Hier erfahren Sie, was Ihre Restaurant-Website wirklich braucht, damit aus Besuchern zahlende Gäste werden.

Warum eine eigene Website — reicht Google Maps nicht?

Kurze Antwort: Nein. Google Maps zeigt Ihre Öffnungszeiten und Bewertungen. Aber es zeigt nicht Ihre Persönlichkeit, Ihre Speisekarte in voller Pracht oder das Ambiente Ihres Lokals. Eine eigene Website gibt Ihnen die Kontrolle zurück.

Ausserdem: Wer nur auf Google und TripAdvisor setzt, ist von Plattformen abhängig. Die können ihre Algorithmen ändern — und plötzlich stehen Sie auf Seite 3.

Die 7 Must-haves jeder Restaurant-Website

1. Aktuelle Speisekarte — als Text, nicht als PDF

Das ist der häufigste Fehler. Eine Speisekarte als PDF-Download ist für Mobilgeräte eine Katastrophe. Zoomen, scrollen, laden — Gäste springen ab. Die Karte gehört als echte Webseite auf Ihre Site. Google kann sie indexieren, Gäste können sie auf dem Handy bequem lesen.

2. Öffnungszeiten — sofort sichtbar

Nicht versteckt im Footer. Nicht auf einer separaten «Info»-Seite. Direkt auf der Startseite, prominent. Und bitte: Immer aktuell halten. Nichts ist frustrierender als vor verschlossener Tür zu stehen, weil die Website veraltete Zeiten zeigt.

3. Online-Reservation

Ein Reservationsformular oder eine Anbindung an Tools wie Foratable, Resmio oder OpenTable. Viele Gäste wollen abends um 22 Uhr reservieren — da nimmt niemand mehr das Telefon ab. Eine Online-Reservation kann 20–30% mehr Buchungen bringen.

4. Professionelle Fotos

Keine Handybilder bei schlechtem Licht. Investieren Sie CHF 500–1'500 in einen Foodfotografen. Das zahlt sich hundertfach zurück. Menschen essen zuerst mit den Augen — und online ist das Auge das Einzige, was Sie haben.

5. Standort und Anfahrt

Eingebettete Google Map, Adresse gross und klar, Parkplatz-Infos, ÖV-Anbindung. Besonders in der Schweiz, wo viele Gäste mit dem Zug kommen: «5 Min. vom Bahnhof» ist Gold wert.

6. Mobile-First Design

Über 75% der Restaurant-Suchen passieren auf dem Smartphone. Wenn Ihre Website mobil nicht perfekt funktioniert, haben Sie ein Problem. Testen Sie es selbst: Öffnen Sie Ihre Website auf dem Handy. Können Sie in 3 Sekunden die Speisekarte finden?

7. Kontakt und Social Media

Telefonnummer als klickbarer Link (damit man direkt anrufen kann), E-Mail, Instagram-Feed. Instagram ist für Restaurants das wichtigste Social-Media-Tool — zeigen Sie Ihre besten Gerichte.

Was kostet eine Restaurant-Website?

Eine professionelle Website für ein Restaurant liegt in der Schweiz typischerweise bei:

  • Einfache Website (5 Seiten): CHF 2'500 – 5'000
  • Mit Online-Reservation und Speisekarte: CHF 4'000 – 8'000
  • Premium mit Fotografie und Content: CHF 6'000 – 12'000

Das klingt nach viel? Rechnen Sie mal nach: Wenn die Website pro Monat nur 10 zusätzliche Tische bringt à CHF 80 Durchschnittsumsatz, sind das CHF 800/Monat — die Investition ist in wenigen Monaten drin.

3 häufige Fehler bei Restaurant-Websites

  • Hintergrundmusik: Bitte nicht. Niemand will im Tram plötzlich Akkordeon hören. Das war 2008 schon fragwürdig.
  • Veraltete Tagesmenüs: Wenn Sie ein Tagesmenü auf der Website zeigen, muss es aktuell sein. Sonst lieber weglassen.
  • Keine Google-My-Business-Pflege: Ihre Website und Ihr Google-Profil müssen zusammenspielen. Pflegen Sie beides.

Praxis-Tipp: So starten Sie

Bevor Sie eine neue Website bauen, googeln Sie Ihr eigenes Restaurant. Was sehen potenzielle Gäste? Stimmen die Infos? Wie sehen die Bewertungen aus? Das zeigt Ihnen sofort, wo der grösste Handlungsbedarf liegt.

Eine gute Restaurant-Website muss nicht kompliziert sein. Sie muss schnell laden, gut aussehen und die wichtigsten Infos sofort liefern. Alles andere ist Bonus.

→ Lassen Sie uns über Ihre Restaurant-Website sprechen